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FEGler und der American way of life: Der USA-Austausch

> Die Amerikaner zu Gast am FEG

Die FEG-Schüler in den USA
An einem schönen Oktobertag ging es für eine kleine Gruppe aus dem FEG zusammen mit Herrn Löthe nach Amerika, ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Große Koffer wurden zum Flughafen gebracht, man fuhr schließlich für drei Wochen weg. Der elfstündige Flug nach Atlanta, von wo wir nach Pittsburgh weiter flogen, erwies sich als kein Problem, wir konnten uns gut unterhalten. Das ist der Vorteil, wenn man als Gruppe reist, es wird nie langweilig.
In Pittsburgh empfing uns gleich ein langes "Herzliche Grüße" Plakat, hinter dem unsere Austauschpartner neugierig und wahrscheinlich genauso aufgeregt wie wir standen. Die ersten Blicke wurden gewechselt, ist das mein Austauschpartner? Oder doch der daneben? Während wir unsere Koffer vom Band nahmen, kamen die ersten Amerikaner auf uns zu. Wir begrüßten unsere Austauschpartner und wechselte ein paar Worte über die Reise mit deren Eltern. Wir folgten unseren Gastfamilien zum Auto und fuhren noch ein Stück, bis wir uns endlich ins Bett fallen lassen konnten.

Die nächsten zwei Wochen wurden für uns zu einer tollen Zeit. Wir hätten es uns nicht besser vorstellen können. Mit etwas mulmigen Gefühlen fingen die Tage zwar an. Doch wir fanden schnell Kontakt zu den freundlichen und sehr offenen Menschen, nicht nur in der Gastfamilie, sondern zu allen, die am Austausch mitmachten.
Das amerikanische Frühstück ist etwas anders als bei uns, Süßes am frühen Morgen? Warum nicht? Natürlich mit einem schönen großen Glas Orangensaft. Nach dem Frühstück fuhren wir entweder mit dem Schulbus oder wurden mit dem Auto zur Schule gebracht. Unsere Gruppe wurde auf zwei Schulen verteilt, Laurel Valley und Ligonier. Da unsere Austauschpartner meistens noch nach dem Unterricht Sport hatten, bekamen wir einen tieferen Einblick in das amerikanische Schulsystem und hatten etwas längere Schultage als in Deutschland. Die meisten Jungs beschäftigten sich mit Football, die Mädchen mit Volleyball. Bei den Spielen waren wir gerne dabei, besonders beim Football. Wir saßen mit vielen bunten Decken auf der Tribüne, denn es war wirklich sehr kalt bei den Spielen und wir hatten nicht viel Glück mit dem Wetter, und jubelten unserer Mannschaft zu. Cheese Fries, auch bekannt als Pommes mit geschmolzenem Käse, hielt uns warm und schmeckte zudem außerordentlich gut! Dazu gab es meistens noch eine Flasche Mountain Dew. So konnte man ein schönes Spiel anschauen!
Die Deutschlehrerin unserer Amerikaner, Fr. DiRinaldo, oder wie wir sie kennen als Frau D. oder einfach Frau, war immer für uns da. Ihr Deutschunterricht war mit Sicherheit unsere Lieblingsstunde. Sie erlaubte uns immer, zu ihr ins Klassenzimmer zu kommen. Ansonsten gingen wir mit unserem Austauschpartner in den Unterricht. Wir genossen unsere ganze Zeit dort. Sei es auf den gemeinsamen Ausflügen, z.B. auf unserer Fahrt nach Washington D.C. oder beim Shoppen mit unseren Amerikanern. Der Abschied fiel keinem leicht. Wir besichtigten gemeinsam Pittsburgh, aßen zu Abend im Hard Rock Cafe, erlebten eine Fright Night in einem Freizeitpark und schon mussten wir zum Flughafen. Zwischen Umarmungen, vielen Tränen und den Versprechen sich zu schreiben und sich bald im Juni zu sehen, verabschiedeten wir uns von unseren Freunden und begaben uns zum Flug nach New York.

In New York wartete schon Hr. Koch auf uns, der die kommende Tage mit uns verbringen würde. Nach einer längeren Fahrt mit der Subway kamen wir in unserem Hostel an. Um den Gospel Gottesdienst nicht zu verpassen gingen wir müde, wie wir waren, trotzdem hin und erlebten dieses einzigartige Highlight mit. Ja, es war wirklich so, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Der Reverend mit seinem Chor war es wert dabei zu sein. Wir sahen in der Stadt alles, was es zu sehen gibt. Und es war überwältigend. Auch wenn wir unsere Gastfamilien vermissten, beeindruckte uns der Times Square mit seinem atemberaubenden Glanz. Genau dort besuchten wir auch das Musical "West Side Story". In der berühmten Metropolitan Opera sahen wir das Stück "Der Barbier von Sevilla". Um über die ganze Stadt sehen zu können, fuhren wir nach ganz oben. Vom Rockefeller Center hatten wir einen wunderschönen Ausblick. Von oben sahen wir auch die Freiheitsstatue, zu der wir auch mit einem Boot fuhren. Wir haben viele Bilder geschossen, wie oft war man schon in New York? Am Ende der Woche stiegen wir ins Flugzeug, um über Frankfurt wieder zurück nach Stuttgart zu fliegen.

Die Amerikaner zu Gast bei uns in Deutschland
Mitten in der Weltmeisterschaft kamen unsere amerikanischen Austauschpartner zu uns. Es war ein großes Wiedersehen nach vielen Monaten. Mit einer kleinen Party im Schülerhaus hießen wir unsere Gäste willkommen. Wir saßen gemütlich zusammen und verbrachten einen schönen Abend. In der Schule begleiteten uns die Amerikaner, nach der Schule besichtigten sie die Sehenswürdigkeiten in Stuttgart. Sie fuhren auch in den Schwarzwald und nach Bayern um mehr von Deutschland sehen zu können. Bei den Fußballspielen wurde kräftig mitgefiebert, die große Stimmung riss einen mit. Frau D. war auch sehr begeistert, besonders von Stuttgart. Der letzte Abend kam schneller als gedacht. Beim Grillen wurden letzte Fotos gemacht, um sehr viele Erinnerung mitnehmen zu können. Die Zeit, die wir zusammen verbrachten, ging viel zu schnell vorbei, denn schon standen wir am Flughafen und verabschiedeten unsere Amerikaner.

Alles was wir erlebt haben, werden wir wohl nie vergessen. Der Austausch war großartig! Es war sehr schön dabei zu sein. Ich möchte mich im Namen aller bei Herrn Koch und besonders bei Herrn Löthe bedanken, die uns die ganze Zeit über begleitet haben und uns bei jeder Panne geholfen haben. Es war eine super Zeit, vielen Dank!

(Ingrid Siluk-Reitenbach, 11)

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