Beim Medienprofi
Fast etwas zögerlich betraten Lisa Hartz, Diana Noristani, Anna Ryshik, Zarema Isaeva und Marco Vucic am 27. November 2006 die Empfangshalle der Robert-Bosch-Villa in der Heidehofstraße 31 – so viel großbürgerliches Ambiente sieht man schließlich nicht jeden Tag. Doch der beliebte Fernsehmoderator Wieland Backes lockte, die Robert-Bosch-Stiftung hatte Schülerinnen und Schüler ausgewählter Stuttgarter Schulen zur Diskussion mit Prominenten zum Thema "Fernsehjournalismus zwischen Unterhaltung und Voyeurismus – 20 Jahre Nachtcafé!" eingeladen. Backes verstand es, humorvoll und manchmal provokant ("Kleinkinder gar nicht vor den Fernseher, später seien schon zwei Stunden pro Woche reine Zeitverschwendung") die Schülerinnen und Schüler anzusprechen und mit ihnen angeregt zu diskutieren. Auch beim anschließende Stehempfang konnten die FEG-Schülerinnen ihn in ihren und er sie in seinen Bann ziehen. Ein Nobelpreisträger! Prof. Dr. Klaus-Olaf von Klitzing konnte von der Robert-Bosch-Stiftung für die zweite Diskussion des Schuljahres am 10. Juli 2007 gewonnen werden. Die Schülerinnen Vera Braun, Nicola Popp, Vanessa Wild und die Schüler Lucas Feicht, Felix Wiesner, Marcel Heinrich (Desiree Vögeli und Miriam Wörn wurden durch Moritz Greving und Fabian Knöller vertreten) waren für den Vortrag "Klimawandel – eine Katastrophe?" durch zusätzliche Lektüre und die Vorlesungsreihe zu Beginn des Schuljahres (vgl. Artikel von Fr. Haller) gut gerüstet – so gut sogar, dass ihnen auffiel, das die Daten des Vortragenden möglicherweise- nicht ganz auf dem neuesten Stand waren. Prof. von Klitzing zeigte zu einigen Themen eine überraschend konservative Sichtweise und da die FEGler auch beim Stehempfang nicht locker ließen, entspann sich ein intensives Gespräch, welches gut zu dem Eingangsreferat von Frau Dr. Halm passte: manchmal sei es weniger schwer, etwas Neues zu erkennen, als zu akzeptieren, dass etwas, was lange richtig schien, sich dennoch als falsch herausgestellt hat. Beide Veranstaltungen empfanden die Schülerinnen und Schüler als Bereicherung. Sie wurden auch neugierig auf Robert Bosch und sein Leben, sein Engagement für seine Mitarbeiter, für Stuttgart und für die Männer des 20. Juli.(Norbert Jurich)
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