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Formel1 Konstruktions-Preis an FEG-Team

Die "Formula1 Engineering Group" unter der Betreuung von OStR Jurich erringt im internationalen Technologie-Wettbewerb "Formel1 in der Schule" bei den Süddeutschen Meisterschaften am 27. März 2009 in Sindelfingen den begehrten Konstruktions-Preis.

Angelehnt an das erste Rennen der "großen" F1 in Melbourne gingen am Freitag, den 27. März 2009 die Teams aus Baden-Württemberg und Bayern am Gymnasium Unterrieden in Sindelfingen-Maichingen an den Start. Team-Managerin Julia Singer, die Konstrukteure Bilal Yildirim und Michael Schwab, Produktionsingenieurin Melanie Frank, Resourcenmanager Deniz Dagtekin und Grafikdesigner Tung Le wurden vom Betreuer, Herrn Jurich, erfolgreich durch den Wettbewerb geführt. Mit den Rennen, durch strenge technische Prüfungen und anspruchsvolle Präsentationsaufgaben wurden der Baden-Württembergische und der Bayerische Meister ermittelt. Den Sonderpreis für die beste Konstruktion erhielt das FEG-Team aus Stuttgart:


Im Gesamt-Classement erreichte F1EG bei seiner erstmaligen Teilnahme am Wettbewerb einen starken siebten Platz. Für den Erfolg waren neben der Konstruktion und handwerklichen Präzision auch der Präsentations-Stand und das nahezu professionell gestaltete, 20-seitige DinA3-Portfolio maßgeblich. Durch die Betonung auf klar strukturierte, visuell und textuell anspruchsvolle Information und den Verzicht auf vordergründige Effekte konnte Julia Singer 69 von 70 möglichen Punkten auf dem Team-Konto verbuchen.

Erschöpft aber glücklich und auch ein bisschen stolz über die erbrachte Leistung feierte das Team nach erledigten Aufräumarbeiten am Freitag Abend den errungenen Preis ganz nahe bei der nun schon im Dunkel liegenden Schule. In den Tagen zuvor konnte man bis 23:00h Licht in "der Physik" und im Schülerhaus des FEG sehen. Dort wurde an den PCs und mit dem Windkanal an den optimalen Lösungen gearbeitet, bis Herr Jurich in fürsorglicher Verantwortung die Schülerinnen und Schüler unerbittlich nach Hause schickte. Aber selbst im elterlichen Auto bei der Heimfahrt und daheim wurde bis in den frühen Morgen weitergearbeitet. In den zurückliegenden fünf Monaten der Konstruktion hatte sich viel zu sichtendes Material angesammelt, manches war liegengeblieben.

Der Termindruck wuchs. Als sich erst zweieinhalb Tage vor Abgabe der Fahrzeuge bei der Rennleitung herausstellte, dass die Lackierung erneuert werden musste, daher die Achsen und Räder nicht montiert werden konnten, befürchteten alle das Schlimmste. Nun war Krisen-Management erforderlich. Innerhalb von wenigen Stunden war durch die Vermittlung der dem FEG benachbarten Kfz-Werkstätten Campos & Brown, Rolf Mayer und last but not least Herrn Jurichs Jaguar-Händler Arthur Bechtel in Vaihingen der Lackierbetrieb Feuereiss in Plieningen gefunden, bei dem sofort und über Nacht die Modelle in einer Sonderschicht lackiert werden konnten.

Die Uhr tickte schon zum Count-Down, als die nächste Hiobs-Botschaft Konstrukteur Bilal Yidirim umtrieb – seine super-leichten Aluminium-Räder drohten beim Einpressen der Achsen in den Fahrzeugkörper unrund zu werden.

Am Tag des Rennens zeigte sich, dass das Fahrzeug nicht nur allen Kriterien vollauf genügte, sondern auch noch für die beste handwerkliche Verarbeitung ausgezeichnet wurde. Die lange Vorarbeit am CAD-System, die Arbeit mit Lehrern und Absolventen der Gewerblichen Schule für Holztechnik Feuerbach und der Max-Eyth-Schule Stuttgart wurde damit bestens belohnt. "Eine für die Schülerinnen und Schüler gewaltige Leistung hat mit dem Konstruktions-Preis seinen guten Abschluss gefunden."

Betreuer Norbert Jurich ist voller Anerkennung: "Es war eine sehr attraktive Aufgabe, ein eigenes Fahrzeug auf die Beine und auf die Räder zu stellen. Aber auf dem Weg dorthin zeigten sich Hürden, die man Schülern nicht ohne weiteres zumuten will." Dass von den verbindlich angemeldeten Teams aus baden-württembergischen und bayerischen Schulen über 50% wieder absagen mussten, ist sicherlich nicht auf fehlende Motivation oder Leistungsfähigkeit zurückzuführen. "Wir haben gute Unterstützer gefunden. Ohne sie hätten die besten Ideen nicht umgesetzt werden können." Das FEG-Team bedankt sich daher besonders bei folgenden Personen:
Herrn Bruns und Herrn Jäger von der Gewerblichen Schule für Holztechnik Stuttgart für die Möglichkeit, das Chassis aus Holz maschinell und computergesteuert herzustellen
Herrn Schehl von der Max-Eyth-Schule Stuttgart für die Möglichkeit, Aluminium-Felgen und -Achsen auf einem CNC-Automaten doch noch verwirklichen zu können
Prof. Piesche und Dipl. Ing. Stephanie Geier vom IMVT der Uni Stuttgart für den Einblick in die Strömungs-Dynamik großer und kleiner Körper in Fluiden
Familie Janik und Familie Singer für die spontane Anschubunterstützung, den Lehrerinnen Frau Hill und Frau Widmann für die tatkräftige Unterstützung und Kontaktvermittlung zu der an der Formel1 beteiligten Stuttgarter Firma Mahle, die für die Motivation wichtige Stützen waren
der stellvertretenden Elternbeiratsvorsitzenden Frau Hiller und dem Schulleiter des FEG, Herrn Dupper, die in der harten Endphase uns materiell und ideell den Rücken stärkten.

Schließlich bedanken wir uns bei der Lehrerschaft des FEG für Entgegenkommen und Toleranz bei den Turbulenzen, die unsere Arbeit hervorrief. Ein ganz herzliches Danke geht an die Schulsekretärin Frau Langsch und Herrn Schönebaum, die unsere Arbeit fördernd begleiteten.

Das Team Julia Singer, Bilal Yildirim, Deniz Dagtekin, Michael Schwab, Tung Le, Melanie Frank und der Betreuer Norbert Jurich.

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