Wie im alten Rom – Latein am FEG
"Latein ist doch ne tote Sprache, das spricht sowieso niemand mehr!" Wir, die Lateinklasse 9b/9c, dachten uns, wir beweisen das Gegenteil. So überlegten wir uns zum Tag der offenen Tür ein Theaterstück mit mehreren Szenen – auf lateinisch.In der ersten Szene ging es zum Beispiel um den Schulunterricht im alten Rom. Es gab einen strengen Lehrer, bei dem sich die Schüler keine Fehler leisten durften. In der zweiten Szene wurde das Nachbarschaftsleben im Wohnblock (lat. insula) verdeutlicht. Es war nicht unüblich, dass man bei einem Spaziergang den Inhalt eines Nachttopfes über den Kopf geleert bekam. In der dritten Szene sah man, wie zwei Sklavinnen auf dem Markt einkaufen gingen. Doch Achtung, Schwätzchen auf dem Markt waren nicht erlaubt, da schimpfte der Hausherr. In der letzten Szene ging es um zwei hübsche Römerinnen, die den Männern den Kopf verdrehten.
Um das Theaterstück lebendiger zu gestalten, waren wir auch in typische römische Gewänder geschlüpft. Es war gar nicht so leicht, in so einer langen Toga auch noch Einkäufe zu erledigen.
Obwohl wir nur wenig Zeit zum Einstudieren des Stückes hatten, lief dennoch fast alles gut bis auf ein paar Textproblemchen, die wir aber Dank des Souffleurs leicht beheben konnten. Durch das Auswendiglernen des Textes wurde auch unser Wortschatz erweitert und die meisten können selbst jetzt, nach fast einem halben Jahr, ihren Text immer noch problemlos aufsagen.
Auch für ein passendes Bühnenbild war gesorgt. So hatten wir zum Beispiel ein echtes Schreibtäfelchen (lat. tabella) für den Schulunterricht, der Nachttopf war mit Bonbons gefüllt und auch auf dem Markt gab es verschiedene Spezialitäten aus dem alten Rom. Nur die Wohnhäuser mussten leider aus Pappe gebaut werden.
Musikalisch wurde das Theaterstück durch Herrn Schleinzer und die 8a/8b mit lateinischen Liedern unterstützt. Sie sangen "Yellow Submarine" und "Yesterday" in lateinischer Sprache. Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und es war ein tolles Projekt. Wir danken Frau Hill für die Idee, die Texte und die Requisiten.
Vivienne Wagner (9b) und Katharina Riehle (9c)
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