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Vortrag über Gehirnforschung und die Gefahren von Bildschirmmedien

Professor Dr. Dr. Manfred Spitzer am FEG
Der differenzierte Umgang mit Medien ist ein wichtiges Thema auch am FEG. Probleme durch "Social Communities" im Internet, Handy und MP3 wurden im Kollegium und Elternbeirat intensiv diskutiert, daraus resultierend erfolgte dann das Verbot von Handys und MP3-Playern auf dem Schulgelände während der Unterrichtszeit (> Schulordnung). Flankierend dazu startete eine Vortragsreihe für Eltern und Schüler. Herr Bock vom Polizeirevier West sprach vor Eltern über Chancen und Gefahren des Internets, den Klassen 6 bis 8 wurde dieses Thema einen Vormittag lang in einem Workshop von Herrn Bock näher gebracht.
Wenn in Fachkreisen über Gehirnforschung, frühkindliche Prägung und Einfluss der Bildschirmmedien auf die Gehirnentwicklung diskutiert wird, fällt unweigerlich ein Name. Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer ist die Kapazität auf dem Gebiet der Gehirnforschung und ärztlicher Direktor an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Ulm. Nach Gastprofessuren an der Harvard Universität und der Universität Oregon hat er außerdem den neu gegründeten Lehrstuhl für Psychiatrie an der Universität inne.
Dass er auch ein kongenialer Unterhalter ist, hat er am 7. Dezember 2007 im FEG unter Beweis gestellt. Frisch aus Brasilien eingeflogen überraschte er schon mit seiner Vortragstechnik. Kein ausgefeilter PowerPoint-Vortrag, sondern mit Folien bewaffnet stellte er sich vors Publikum. Die Turnhalle des FEG war gut gefüllt, die 200 Eintrittskarten schnell verkauft und auch interessierte Schülerinnen und Schüler haben den Weg ins FEG gefunden. Schnell waren alle im Thema drin, unterstützt von Ergebnissen verschiedenster Testreihen zeigte Professor Spitzer auf, wie das Gehirn schon von Geburt an auf die unterschiedlichsten Reize reagiert. Wie entwickeln sich Kinder, denen vorgelesen wird im Vergleich zu Kindern, denen der gleiche Text über Lautsprecher angeboten wird? Welche Hirnregionen werden angesprochen, wenn Techniken am PC erlernt werden gegenüber der Testgruppe, die per Hand aktiv ist?
Signifikant die Ergebnisse, die immer wieder zeigen, dass unser Gehirn verschieden gelagerte Impulse braucht, um sich weiter zu entwickeln. Wenn man nur über ein Medium kommuniziert, wird das Gehirn nur in eine Richtung gefordert und gefördert.
Nach dem Vortrag hatte die Schülerfirma (> "0712") ihre erste große Bewährungsprobe. Im Schülerhaus war alles vorbereitet für einen stimmungsvollen Empfang. Getränke, Brezeln und Lebkuchen standen bereit, am Büchertisch konnten sich die Besucher über die verschiedenen Publikationen von Herrn Spitzer informieren, die Schülerfirma stellte sich vor und zu allem gab es dann auch noch eine musikalische Darbietung. Begleitet von seinem Verleger, Herrn Dr. Bertram vom Schattauer Verlag griff Herr Spitzer zur Gitarre und spielte auf.
Bestens unterhalten verließen gegen 22 Uhr die letzten Besucher das Schulgelände. Eine gelungene Premiere auch für das neue Schülerhaus!
(Beate Hiller)

Bilder zum Bericht finden Sie auf der > Galerieseite

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