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Bewerbung zum Deutschen Schulpreis 2007

Einleitung
Das Friedrich-Eugens-Gymnasium ist eine Schule, welche gute Tradition mit moderner Entwicklung verbindet. Als erstes Gymnasium in der Stuttgarter Innenstadt, das nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufgebaut wurde (von seinem ehemaligen Schüler und späteren Professor und Architekten Hans Brüllmann), blickt das Friedrich-Eugens-Gymnasium auf eine lange Geschichte als ehemalige "Realanstalt" zurück. Deren Lehrer hielten zu ihrer Zeit zugleich auch an der Stuttgarter Hochschule Vorlesungen. Persönlichkeiten wie der Künstler Willi Baumeister (1889–1955), der Architekt und erste Rektor der Technischen Hochschule Stuttgart, Herman Leins (1814–1892), oder der Gründer des Schiller-Nationalmuseums, Otto von Güntter (1858–1949), sind Absolventen unserer Schule. Entsprechend unserer Tradition seit Gründung der Schule 1796 sind wir ein naturwissenschaftlich profiliertes Gymnasium, bieten aber auch mit Latein als dritter Fremdsprache ein sprachliches Profil.
Qualität im Lehren und Lernen für die moderne Zeit verstehen wir als unsere tägliche Aufgabe. Voraussetzung für die bestmögliche Entfaltung eines Kindes ist ein angenehmes Schulklima, eine Atmosphäre, in welcher man mit Freude und Neugier lernt. Ziel soll sein, dass unsere Schülerinnen und Schüler sich zu selbstbewussten, selbstständig und kritisch denkenden Menschen entwickeln, die Wissen beherrschen und eigenverantwortlich handeln. Um dies möglich zu machen, bleiben unsere Klassen in den ersten drei Jahren zusammen, erst danach entscheiden sich die Schüler, ob sie in den naturwissenschaftlichen oder in den sprachlichen Zug gehen. Mit Ausnahme der Stunden in diesen Profilfächern bleiben die Klassen bis zum Beginn der Oberstufe bestehen. Unser bereits erfolgreich erprobtes Schulkonzept "Fordern und Fördern" gewährleistet aber innerhalb dieser konstanten Gruppen die Chance, auf die individuellen Begabungen und Talente einzugehen. Zahlreiche Änderungen in den bildungspolitischen Rahmenbedingungen und Vorgaben fordern Lehrende und Lernende gleichermaßen. Um unsere Schüler auf die globalisierte Welt vorzubereiten, sehen wir es als eine unserer wichtigsten Aufgaben, unsere sozial und ethnisch sehr vielfältig zusammengesetzte Schülerschaft in besonderen IntePhilosophieuntergrationsprozessen einzubinden und zu gegenseitigem Kennenlernen und Verstehen heranzuführen. Die Gestaltung unseres Schullebens und vor allem auch Projekte, welche Verantwortung und Selbstverantwortung, aber auch Toleranz und Respekt voreinander fördern, tragen diesem Anspruch Rechnung. Diese Prozesse werden ermöglicht durch die sehr gute Zusammenarbeit von Elternbeirat, Kollegium und Schulleitung.
Von höchster Bedeutung für Lern- und Schulerfolg ist selbstverständlich guter, moderner Unterricht. So breit die Vorstellungen darüber gefächert sein mögen, so sehr bemühen wir uns mit zahlreichen Maßnahmen, eine hohe Unterrichtsqualität zu gewährleisten.

I Leistung

Die Vielfältigkeit in der Zusammensetzung unserer Schüler entspricht den besonderen Leistungen, die sie über den Lernerfolg im Unterricht hinaus erbringen.
Im Rahmen des Profils "Fordern und Fördern" werden die Schüler der 5. Klasse, die den Stoff der Bildungspläne besonders mühelos aufnehmen, in einem "Forderkurs" so kindgerecht an die Grundlagen der Astronomie und Philosophie herangeführt, dass sie mit Begeisterung dabei sind. Für die Schüler, die noch Schwierigkeiten im Bereich der Kernfächer haben, bieten wir parallel "Förderkurse" an. Mit der zweiten Fremdsprache Französisch wollen wir im nächsten Schuljahr bereits im zweiten Halbjahr der 5. Klasse beginnen und damit besonders den Eltern und Schülern ein besonderes Angebot machen, die diese wichtige Entwicklungsphase für den Spracherwerb nutzen wollen. Im ersten Halbjahr von Klasse 5 liegt unser Schwerpunkt Integrationsmaßnahmen.
In Klasse 6 und 7 setzen wir den Schwerpunkt auf unser naturwissenschaftliches Profil durch weitere Stunden in den eigentlich 2-stündigen Fächern Biologie und Physik. Damit haben auch diejenigen Schülerinnen und Schüler, welche später das sprachliche Profil wählen, ein systematisch fundiertes naturwissenschaftliches Wissen.Unser offenes, verlässliches Ganztageskonzept bietet den Schülern aller Klassen Mittagessen und eine betreutes Nachmittagsangebot. Im Unterschied zur bisherigen Entwicklung in Baden-Württemberg haben wir unser Ganztagesprogramm besonders früh gestartet. Es reicht über die übliche Hausaufgabenbetreuung hinaus und ermöglicht das Ausüben verschiedener Sportarten, Lernen in der Bibliothek, Computer- Hardware-Kurse und – im Rahmen von AGs – das Erlernen des Schachspiels und zusätzlicher Sprachen. Ausdruck des besonderen Engagements unserer Schüler ist die von ihnen selbst organisierte Tanz-AG, die nicht nur Standard- und moderne Tänze, sondern auch die Kunst der Choreografie vermittelt. Als besonderes Event gestaltet sie auch komplett den organisatorisch sehr aufwändigen Winterball mit Live-Band, Büfett, Programm und Conference. Auch Schülerchor, -orchester, Jazz-BigBand und Theater AG bieten ein Forum für die Kunst der Präsentation. Der Neubau unseres Schülerhauses auf unserem Schulgelände bietet unseren Schülern ab Herbst 2007 den baulichen und sozialen Rahmen für unser offenes Ganztageskonzept. Organisation und Verwaltung sind ein weiteres Feld des eigenverantwortlichen Engagements unserer Schüler und Eltern.

II Umgang mit Vielfalt

Ein Großteil der Schüler unserer Schule kommt aus der Stuttgarter Innenstadt und aus den umliegenden Stadtteilen.
Nach der Kennenlernphase in Klasse 5 und der Identifikation mit unserer Schule bietet das Modul "fremd sein – anders sein" den kleinen Schülern im Umgang miteinander eine Möglichkeit, andere Kulturen und Gebräuche kennenzulernen und ihnen mit Toleranz und Respekt zu begegnen. Gemeinsame, die Schulgemeinschaft als Ganzes ansprechende Veranstaltungen wie beispielsweise der traditionelle "Gottesdienst" zu Weihnachten oder zum Schuljahresende werden bewusst so konfessionsübergreifend gestaltet, dass sich in ihnen der kleine Buddhist, Taoist, Moslem, orthodoxe oder reformierte genauso aufgehoben fühlen wie der katholische oder protestantische Christ. Integrationsfördernd wirkt hier auch wieder unser Philosophieuntergrationsprozessenricht in Klasse 5 (und dann wieder in Klasse 12) innerhalb des Profils "Fordern und Fördern", da neben abendländischer Philosophie auch Denkmodelle des Buddhismus und Konfuzianismus vermittelt werden. Unser Nachmittagsbetreuungsangebot (vgl. "Leistung") steht unter dem Motto: "Sich gegenseitig helfen und stützen." Soziale Kompetenz erfahren und lernen unsere Schüler im breitgefächerten Umgang miteinander. Leistungsschwächere aber auch -stärkere Schüler werden durch flexible Maßnahmen zielgerecht gefördert, z. B. durch die Teilnahme an vorgezogenem Universitätsstudium, Wettkämpfen und Trainingslagern, Konzertreisen mit Landes- und Bundesjugendorchester, Musikwettbewerben und an verschiedenen Austauschprogrammen. Wir möchten damit als Gymnasium den Blick der Eltern nach einem guten Beruf für ihre Kinder öffnen, diesen das Bewusstsein vermitteln, dass sich ihnen mit dem anerkannten deutschen Abitur ein Panorama weltweit möglicher Perspektiven entfaltet.

III Unterichtsqualität

Im Zentrum der Institution Schule steht guter Unterricht. Diesen über die gute Ausbildung unserer Kollegen hinaus zu gewährleisten und entsprechend moderner Anforderungen weiterzuentwickeln, bemühen wir uns mit zahlreichen konkreten Maßnahmen.
Das Wissen darum, wie man lernt, bildet die Basis für gute Lernerfolge. Deshalb starten wir bereits in den 5. und 6. Klassen mit der Einführung in die wichtigsten Lern- und Arbeitstechniken mit dem Modul "Lernen lernen". In offenen Unterrichtsformen wie Freiarbeit in Klasse 5 werden die erlernten Techniken selbstständig angewendet. Diese modernen Unterrichtsformen werden in den oberen Klassen fortentwickelt.
Auf der Grundlage unseres in den letzten Jahren ausgearbeiteten fächerübergreifenden Methodencurriculums führen wir in den Klassen 7,9, 12 (künftig 11) besondere Methodentage durch, die sich vor allem mit Rhetorik und Präsentationstechniken beschäftigen.
Unser Schulprofil "Fordern und Fördern" ist gezielt auf die Modernisierung von Unterrichtsqualität ausgerichtet. Integriert in den regulären Stundenplan erhalten schwächere Schüler zusätzliche Förderung (Training English, etc...), fortgeschrittenere Schüler besuchen in derselben Zeit weiterführende Kurse (z. B. Astronomie, Philosophie...). Die Einführung der 2. Fremdsprache Französisch nach dem ersten Halbjahr der 5. Klasse kommt der entwicklungspsychologisch belegten, frühzeitigen Freude am spielerischen Spracherwerb und der kindlichen Neugier entgegen. Vorbereitend dazu haben wir die Stundenzahl in den Fächern Deutsch und Englisch im ersten Halbjahr erhöht, um einerseits die nötige Angleichung der unterschiedlichen Grundschulniveaus und andererseits die Sicherheit und Zugehörigkeit in der neuen Schule und zum Klassenverband schneller als üblich zu erreichen. Als Ausgleich wird im 2. Halbjahr dafür die Stundenzahl in Deutsch und Englisch gesenkt, so dass diese Zeit für den Erwerb der neuen Sprache des angrenzenden Nachbarlandes Frankreich zur Verfügung steht.
Innerhalb des naturwissenschaftlichen Bereichs erproben wir seit drei Jahren das Zusammenwirken der Fachbereiche im Verbund Naturwissenschaft und Technik "NWT" (Physik, Biologie, Chemie, Geographie) und konnten dafür außerschulische Partner auch durch Vermittlung unserer Eltern gewinnen. Damit haben wir bereits vor der offiziellen Einführung zum Schuljahr 2007/08 einen guten Erfahrungsvorsprung.
Weitere außerschulische Partner bereichern unseren Unterricht: Vorträge unserer Eltern über ihre Berufsprofile und Unternehmensstrukturen informieren unsere Schüler aus erster Hand über Zusammenhänge in Forschung, Entwicklung und Wirtschaft. Wir nutzen Veranstaltungsangebote der Robert-Bosch-Stiftung und der Konrad- Adenauer-Stiftung für unsere Schüler. Für eine spannende Zusammenarbeit mit Autoren und Künstlern des Literaturhauses Stuttgart konnte dieses Jahr der Grundstein gelegt werden. Einen direktenKontakt zu im Beruf stehenden jungen Menschen erhalten unsere Schüler durch die Zusammenarbeit mit Lehrlingen/Auszubildenden des Elektronikhandwerks, die durch die Vermittlung der Industrie- und Handelskammer IHK im Rahmen des Projektes "Wirtschaft macht Schule" eine AG leiten.
Ein Projekt der besonderen Art entwickelten die Schüler zusammen mit einem Kaufmann der Mode- und Textilbranche. Eine Kollektion an Kleidungsstücken als "FEG-Mode" wurde entworfen. Die Schüler lernten dabei Entwicklung des Designs, Materialkunde und alle wesentlichen Tätigkeiten des professionellen Produktions- und Vertriebssystems.
Als ein Beispiel für gelungenen außerschulischen Unterricht fand für Schülerinnen und Schülern sowie interessierte Eltern und Kollegen eine dreiteilige Vorlesungsreihe in den Hörsälen der Universität Stuttgart zum Thema "Regenerative Energietechniken" statt. Erweitert wurden die hier gewonnenen theoretischen Gesichtspunkte durch eine Veranstaltung über mögliche Realisierungen in einem weltweit tätigen Ingenieurbüro, welches Großkraftwerke und ganze Stromnetze plant und baut und den CO2-Handel für die Bundesregierung und Großunternehmen europaweit realisiert.
Im Rollenspiel POLIS lernen die Schüler der Oberstufe verantwortliches Denken und Handeln in den Rollen internationaler Politiker und erfahren, welche Konflikte und Entscheidungen weltweit zu lösen und zu fällen sind.
Zahlreiche weitere fachbezogene Exkursionen (Max-Planck-Institut MPI, Fraunhofer-Institut FHG, Deutsches Literaturarchiv...) bereichern unseren Unterrichtsalltag.
In alters- und fächerübergreifenden Projekten lernen Schüler aller Klassenstufen mit Hilfe von schülerzentrierten Unterrichtsmethoden Themen zu finden und Arbeits-, Personal-, Zeit- und Präsentationspläne zu entwickeln.

IV Verantwortung

Die Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen zu selbstständigen und verantwortlich denkenden und handelnden Menschen ist für uns die wichtigste Aufgabe. Ein freundliches und offenes Schulklima, welches nicht nur auf Erfolge setzt, sondern auch in Konfliktsituationen sachliche Auseinandersetzungen ermöglicht, ist für alle am Schulleben Beteiligten von ausschlaggebender Bedeutung.
Das Einüben von Verantwortung geschieht an unserer Schule auf vielfältige Weise. Unsere 5.-Klässler freuen sich über Patenschüler aus der 9. Klasse, welche sich für das Wohlfühlen und Zurechtfinden der "Neuen" verantwortlich fühlen. Diese Patenschaften werden bei uns auch in die 6. Klasse (bzw. in die 10.Klasse) hinein verlängert.
Zur Etablierung einer guten Konflikt- und Streitkultur bilden wir geeignete Schüler mit der professionellen Unterstützung der Akademie Bad Boll zu Streitschlichtern aus.
Die SMV organisiert eigenverantwortlich Veranstaltungen für die Schüler und berät an speziellen SMV-Tagen interessierte Schüler über deren Mitverantwortungsmöglichkeit am Schulleben.
Und so ist es guter Stil an unsere Schule, dass bereits Mittelstufenschülerinnen und -schüler auch aufwändige und anspruchsvolle AG`s selbstständig leiten, wie zum Beispiel das Unterstufentheater oder die Tanz-AG. Besondere Ausdauer und Zuverlässigkeit verlangt die Pflege des Terrariums und Aquariums durch unsere Schülerinnen und Schüler. Die Schülerzeitschrift ermöglicht ihnen eine kritische Auseinandersetzung mit dem Schulalltag.
Verantwortung ist auch wichtige Grundlage im Modul "Soziales Lernen" als Teil des Schulcurriculums in Klasse 5. Gezielte Projekte zur Gewaltprävention in der Klasse 8 und ein einwöchiges Sozialpraktikum in Klasse 10 für G8 bzw. 11 für G9 konfrontieren die Schüler in Krankenhaus, Alters- und Behindertenheim mit "schwierigen" Alltagsproblemen und zeigen ihnen Wege, damit umzugehen.
In einem kurzfristig organisierten, aber trotzdem groß angelegten Sponsorenlauf engagierten sich im Juli 2006 Eltern und Schüler für die Finanzierung der besonderen Ausstattung unseres Schülerhauses, als sich zeigte, dass die öffentlichen Finanzen für unser von pädagogischen Überlegungen getragenen Konzept nicht ausreichen würden.
Schwerpunkt unserer erweiterten pädagogischen Tage war das Thema Verantwortung. Konfliktlösungsstrategien standen dabei im Zentrum des pädagogischen Wochenendes auf der Comburg. Wie unsere pädagogischen Konzepte evaluiert werden können, damit werden wir uns im Jahr 2007 im Rahmen von pädagogischen Tagen auseinandersetzen.

V Schulleben

Freundlichkeit, Offenheit, Verständnis, Verstehen und klare Entscheidungen prägen unser Schulklima.
Den "Geist" des Friedrich-Eugens-Gymnasiums vermitteln wir den Neuankömmlingen, indem wir ihnen im Rahmen einer festlichen Aufnahmefeier eine Sonnenblume und einen "Grünen Glücksstein" überreichen - Zeichen der Freude und der positiven Energie: Wir wollen innerhalb der FEG-Gemeinschaft lernen und dabei zuverlässige Freunde finden.
Der Schulalltag wird von allen am Schulleben Beteiligten aktiv gestaltet. Der offene und kooperative Führungsstil der Schulleitung ermöglicht den Kollegen vielfältiges und anerkanntes Engagement über die reine Unterrichtsverpflichtung hinaus. Überdurchschnittlich engagierte Eltern organisieren den Mittagstisch neu, initiieren mit Netzwerken von Freunden der Schule und Ehemaligen Vorträge und Veranstaltungen, ermöglichen Verbindungen zu Wirtschaft und Hochschule und beteiligen sich an den Arbeitskreisen der Schule.
Den "Lebensraum Schule" gestalten wir durch die erweiterte Nachmittagsbetreuung, eine offene Schülerbibliothek sowie Kultur- und Freizeitangebote. Ein Indikator für unser gutes Schulklima ist die Rückmeldung von Besuchern unseres "Tags der offenen Tür": Besonders auffällig sei gewesen, dass FEG-Schüler Wert darauf legen, dass sie IHRE Schule präsentieren und sich mit ihr identifizieren.
Dass man sich hier wohlgefühlt hat und immer noch dabeisein möchte, zeigen unsere wöchentlichen Begegnungen mit Kollegen und ehemaligen Kollegen beim Sport und anschließendem Erfahrungsaustausch im Lehrerzimmer.
Die engen schulischen und persönlichen Beziehungen, welche sich durch unsere Austauschprogramme mit England, Frankreich und USA entwickelt haben, zeigen, dass man gerne am Friedrich-Eugens- Gymnasium ist und gerne wiederkommt.
Unsere Jahresberichte dokumentieren die aktuellen Aktivitäten, darüber hinaus das große Engagement aktiver und ehemaliger Kollegen.
Einen entscheidenden Anteil am täglichen Management unserer Schule haben unsere Schulsekretärin und unser "Haupt"-Hausmeister. Beide kennen die Schule in- und auswendig, sie meistern nicht nur ihre Arbeit, auch sie identifizieren sich mit der Schule.

VI Schule als lernende Institution

Vielfalt ist Grundlage unserer Schulentwicklung. Änderungen, die mit den Rahmenbedingungen und direkten Vorgaben der Bildungspolitik beginnen, sich fortsetzen beim deutlichen Generationswechsel im Kollegium, bis hin zur Weiterentwicklung unseres Schulprofils, verlangen Antworten und Gestaltung.
Dabei profitieren wir vom offenen Führungsstil der Schulleitung und der intensiven Zusammenarbeit zwischen allen am Schulleben Beteiligten. Über die schulischen Gremien hinaus ist es uns gelungen, fest institutionalisierte Arbeitskreise zu bilden, welche sich – in variierenden Teilgruppen – um das Gesamtkonzept der Schulentwicklung, aber auch um spezielle Profile oder konkrete organisatorische Aufgaben,wie zum Beispiel die künftige Nutzung des Schülerhauses und die dadurch mögliche erweiterte Nachmittagsbetreuung, die Vorbereitung des "Tags der offenen Tür", Herbst- und Sommerfest, Mittagstisch, Bibliothek u. v. a., kümmern. In diesen monatlichen Arbeitskreisen wirken gleichermaßen Eltern, Schüler, Lehrer und Schulleitung zusammen.
Die Umsetzung der neuen Bildungspläne sind wir gemeinsam sehr offensiv angegangen, um die sich neu bietenden Chancen zu nutzen, z. B. unser Profil "Fordern und Fördern" zu entwickeln und zu evaluieren (vgl. Stichwort "Leistung").
Aus diesem gemeinsamen Denken heraus entsteht im Moment ein neuer Profilzug, der den natürlichen Impuls von Kindern und jungen Menschen, anderen zu helfen und sich für Natur und Umwelt einzusetzen, weiterentwickeln soll. Wir wollen ihn nutzen, um ein integratives Konzept zu schaffen, welches Gesellschaftswissenschaften, Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften zusammenführen soll. Anhand des an den Initialen ihrer eigenen Schule Friedrich-Eugens-Gymnasium orientierten Mottos "Finden, Entwickeln, Gestalten" können die Schülerinnen und Schüler ein vertieftes Verständnis für natürliche Vorgänge (Klima, Energie, ... ) erlangen und neue Entwicklungen und Positionen in Wirtschaft und Gesellschaft kritisch und eigenständig werten und beurteilen. Voraussetzung dieses Vorhabens ist nicht nur die bereits bewährte fächerverbindende Zusammenarbeit der betroffenen Kollegen, sondern spezielle Fortbildungen und institutionalisierte Kooperationen. Der Austausch von Erfahrungen älterer und jüngerer Kollegen wird hierbei fruchtbar sein.
Wie gut Schule als "lernende Institution" funktionieren kann, haben wir in den letzten Jahren gesehen, als aus den Erfahrungen mit der Einrichtung des 8-jährigen "Turbo"-Zuges neben dem regulären 9-jährigen Gymnasialzug unser System von individueller Förderung von Begabungen entwickelt und erfolgreich erprobt werden konnte. Das daraus entstandene Engagement mündete u. a. in der Konzeption unseres Schülerhauses. Schnelles, zielorientiertes Handeln von Eltern und Lehrern führte dazu, dass unsere Schule in das Förderprogramm des Bundes für betreute Ganztagesprojekte (IZBB) aufgenommen wurde. Die erforderliche Vielfalt der Kontakte mit Vertretern der Kommune, Architekten, der Wirtschaft und Behörden hat uns gelehrt, dass man durch das Miteinander Lösungen findet, die uns als Schule zu immer weiteren Lernprozessen führen. Wir haben erfahren, dass man in einer lebendigen, kritischen Schulgemeinschaft lernt zu "wissen, worauf es ankommt".

Übersicht zu den Schwerpunkten

I Leistung
– Profil "Fordern und Fördern"
– Astronomie und Philosophie in Klasse 5
– Zweite Fremdsprache im 2. Halbjahr Klasse 5
– Erweiterung des Schulcurriculums in Klasse 6 und 7 durch je eine weitere Stunde in Physik und Biologie
– Offenes Ganztageskonzept>

II Umgang mit Vielfalt
– Vielfältige soziale und ethnische Zusammensetzung der Schülerschaft
– Modul "Fremd sein – anders sein"
– Besondere Förderung sozial schwacher Schüler
– Förderung begabterer Schüler: Teilnahme an vorgezogenem Universitätsstudium
– Beurlaubung zu Wettbewerben, Trainingslagern, Konzertreisen Vorbereitung auf Musikwettbewerbe

III Unterrichtsqualität
– Modul "Lernen lernen" in Klasse 5 und 6
– Fächerübergreifendes Methodencurriculum
– Methodentage in Klasse 7, 9, 12 (künftig 11)
– "Training English" etc. für schwächere Schüler
– Offene, schülerzentrierte Unterrichtsmethoden
– NwT bereits seit drei Jahren (teilweise mit außerschulischen Partnern) vorgeschriebene Einführung erst ab Schuljahr 2007/08
– Vorträge über Berufsprofile und Unternehmensstrukturen
– Zusammenarbeit mit Robert-Bosch-Stifung, Konrad-Adenauer- Stiftung, IHK, Literaturhaus Stuttgart
– Projekt "Schulkleidung"
– Vorlesungsreihe "Regenerative Energietechniken"
– Rollenspiel POLIS

IV Verantwortung
– Erweiterte Schülerpatenschaften
– Streitschlichter
– Spezielle SMV-Tage
– Schülergeleitete Arbeitsgemeinschaften
– Modul "Soziales Lernen"
– Sozialpraktikum
– Sponsorenlauf
– Pädagogische Tage zum Themenschwerpunkt "Verantwortung"

V Schulleben
– Besondere Begrüßung und Integration der Fünftklässler
– Hohes Elternengagement: Mittagstisch, Vorträge, Veranstaltungen, Bibliothek, Tag der offenen Tür, Schulfeste
– Erweiterte Nachmittagsbetreuung
– Begegnungen ehemaliger und aktiver Kollegen
– Austauschprogramme: England, Frankreich, USA

VI Schule als lernende Institution
– Kooperativer Führungsstil der Schulleitung
– Institutionalisierte, monatliche Eltern-Lehrer-Schüler- Arbeitskreise
– Schülerhaus
– Integratives Konzept zur Zusammenführung von Gesellschafts-, Geistes- und Naturwissenschaften
– Motto: "Finden – Entwickeln – Gestalten"
– Ziel: "Wissen, worauf es ankommt"

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