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Studienfahrt Rom 2011

Rom hat schon viele Besucher in seinen Bann gezogen, denn die italienische Metropole ist eine echte Großstadt, immer wieder aufregend und manchmal auch sehr abenteuerlich. Unter diesen Vorraussetzungen konnte die Studienfahrt doch eigentlich nur ein voller Erfolg werden.

So war uns zwar auch bewusst, dass es warm werden würde, doch als wir ankamen, waren dann doch alle von den hohen Temperaturen sowie der sehr schwülen Atmosphäre überrascht. Da half es einem ungemein, sich an einem der vielen Brunnen in Rom (aus jedem Brunnen floss trinkbares Wasser!) wieder seine 2 Liter Flasche für den Rest des Weges aufzufüllen oder sich einfach komplett nass zu machen; in zwei Minuten war man sowieso wieder trocken. Bei Temperaturen von 40° Celsius wundert das aber auch niemanden mehr. Waren die Flaschen gefüllt und man selbst auch wieder bereit, weiterzugehen, schlenderte unsere Gruppe über große Plätze, enge Gassen oder zwängte sich in rappelvolle Busse und Züge, in welchen sich viele der berühmten römischen Taschendiebe herumtrieben. Auch jemand aus unserer Gruppe fiel ihnen leider zum Opfer und verlor sein ganzes Geld sowie die wichtigsten Ausweise. Zu diesem Missgeschick ereignete sich ein weiteres: Gerade am Petersplatz angekommen, zählt man die Gruppe durch, und einer war zu wenig. Marcel war am Hauptbahnhof auf Toilette gegangen und hatte den Anschluss an die Gruppe verloren. Rom hatte ihn jetzt ganz für sich alleine. Zumindest bis zum Mittagessen, denn dann holte ihn Frau Maurer wieder von unserem Hotel ab. Eigentlich war dies gar kein Hotel, sondern ein von Pallottinerschwestern betreutes Kloster. Da hatte man schon Angst, dass hier ein strenges Regiment geführt wird und um 23 Uhr Schicht im Schacht ist. Dem war aber glücklicherweise gar nicht so. Denn auch unter Einhaltung der Hausordnung boten sich genügend Möglichkeiten, die uns den Abend versüßten.

Meist war man aber auch einfach kaputt von den langen Ausflügen am Tag davor. Unsere Füße waren zwar müde, aber wir waren auch so überwältigt von den unglaublichen An- und Einblicken, die Rom uns jeden Tag geboten hat. Für uns gilt: Egal was ihr über die schönen und prächtigen Kirchen, über die Stadt oder die antiken Bauwerke gehört habt, vergesst es ganz schnell, schaut es euch mit eigenen Augen an und staunt:

Meterhohe Decken in der Santa Maria Maggiore, mit Gold verziert, boten einem einen Blick, der einfach nur unbeschreiblich war. Forum Romanum, Kolosseum und Katakomben – beim Besuch dieser Orte merkten wir geradezu, wie hier Geschichte stattgefunden haben musste. Auch wenn Gebäude und Orte manchmal alt wirken und zum Teil sehr heruntergekommen waren, konnte man doch immer etwas Schönes an ihnen entdecken. Durchschnittlich waren wir etwa sechs Stunden am Tag unterwegs, für die meisten war das pures Ausdauertraining.

Da nahmen wir doch gerne eine unendlich lange anmutende Busfahrt auf uns, um schließlich ans Meer zu kommen. Dort wurden wir von den stürmischsten Wellen empfangen, die nur darauf warteten, dass man sich in sie hineinwarf. Ein weiteres Highlight war der Besuch eines Bauernhofes außerhalb von Rom. Dort bekamen wir köstlichstes Essen und eigenen Wein vom Bauern. Dieser Event bildete gleichzeitig den Abschluss unserer Reise. Dann waren alle eben doch ein bisschen melancholisch, als wir abends den Sonnenuntergang inmitten von Weinreben und Olivenbäumen erlebten und daran dachten, dass es am Tag darauf ja schon wieder nach Hause ging.

Was bleibt uns nun von Rom? Geschichten und Erlebnisse, bei denen man einfach dabei gewesen sein musste. Nun das ist natürlich nur uns möglich gewesen, aber das wäre doch ein Anreiz für euch, auch nach Rom zu fahren und dort Geschichte mit seinen Freunden zu erleben um somit selber Teil der Geschichte Roms zu werden.

Nun möchten wir natürlich auch noch einen riesigen Dank an unsere zwei "Reiseführer" aussprechen: Frau Maurer und Herrn Elser. Ohne sie wäre diese Studienfahrt gar nicht zustande gekommen und schon gar nicht so gut verlaufen. Nochmals ein großes Dankeschön!

(Kolja Forstbauer, Marcel Hoyer, Jahrgangsstufe 1)

> Bericht von der Studienfahrt 2008


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