Simultanübersetzung
in 23 Sprachen -
Besuch von FEGlern beim Europäischen Parlament in Straßburg
Im März starteten wir unsere Fahrt in einem Reisebus
in Richtung Straßburg, zu der wir auf Initiative von Prof. Dr. Lauk, Abgeordneter
des Europäischen Parlaments (EVP-ED: Fraktion der Europäischen Volkspartei
(Christdemokraten) und europäischer Demokraten), eingeladen waren. Wir fuhren
zusammen mit einer Gruppe der Seniorenunion aus Stuttgart, für die diese
Fahrt ursprünglich organisiert war.Nach einem ziemlich schwierigen Quiz zum Thema EU, das von der Stuttgarter Gemeinderätin Frau Prof. Dr. Loos entworfen und moderiert wurde und während der Fahrt zu lösen war, und einem kurzen Aufenthalt an einer Raststätte, kamen wir planmäßig um 11:00 Uhr am europäischen Parlament in Straßburg an.
Im Parlamentsgebäude angekommen mussten wir aus Sicherheitsgründen durch einen Metalldetektor gehen und unser Gepäck wurde wie beim Check- In am Flughafen durchleuchtet. Erst als sichergestellt war, dass niemand Waffen oder andere gefährliche Gegenstände dabei hatte, wurden wir zur Besuchertribüne des Plenarsaales geführt. Jeder Besucher des Parlamentes hat an seinem Stuhl Kopfhörer, mit denen auf verschiedenen Kanälen Simultanübersetzungen des gerade Gesagten in mindestens 23 Sprachen abrufbar sind. Da jeder Abgeordnete, der sich zu Wort meldet, in seiner Landessprache spricht, ist das auch nötig, um den Debatten und Abstimmungen überhaupt folgen zu können.
Wir erlebten etliche Abstimmungen über verschiedene Gesetzesvorschläge ("Reports"), die Schlag auf Schlag erfolgten. Die Zuschauer konnte ohne Kenntnis der Tagesordnung nicht wissen, über was genau abgestimmt wurde. Abgestimmt wurde entweder elektronisch oder durch Handheben und zwar in einem Höllentempo, so dass der Parlamentspräsident als Leiter der Abstimmung und die Simultanübersetzer kaum Zeit hatten, "dafür", "dagegen", "Enthaltung", "angenommen" bzw. "abgelehnt" zu sagen. Nach dem Besuch der Plenarsitzung wurden noch Gruppenfotos mit und ohne Seniorenunion vor den Fahnen der EU- Mitgliedsstaaten gemacht, vor denen sich sonst die Mächtigen dieser Welt ablichten lassen.
Nach einer etwa halbstündigen Fragerunde mit dem Abgeordnete Prof. Dr. Lauk und einem Mittagessen in der Kantine des Parlaments stiegen wir wieder in den Bus, in der Hoffnung, die Innenstadt von Straßburg noch auf eigene Faust erkunden zu können. Auf Grund des Mangels an Reisebus - Parkplätzen in der Straßburger Innenstadt und des zögerlichen Verhaltens unseres Busfahrers, der bei etwas gutem Willen nahe einer Straßenbahnhaltestelle hätte parken können, fuhren wir nach über 30 Minuten Herumkurvens in der schönen Straßburger Innenstadt unverrichteter Dinge wieder in Richtung Heimat.
Auf alle Fälle
konnten wir durch unseren Besuch in Straßburg einen Eindruck von der Arbeit
des Europäischen Parlaments bekommen und unsere Kenntnisse über die Europäische
Union auf diese Weise vertiefen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn
Wildanger, der die Fahrt nach Straßburg geplant und organisiert hat, bei
Frau Prof. Dr. Loos für die pädagogische Begleitung und bei Prof. Dr. Lauk
für die Einladung zum Besuch des Europäischen Parlaments.(Jasper Boerman, 12 und Helmut Zimmerling)
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