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Theaterbesuch "Wut", katholische Religion 11. Klasse

"Was kommt raus, wenn man ’nen Türken mit ’ner Spinne kreuzt? – ’Ne achtarmige Putzfrau!" Solche und ähnliche türkenfeindliche Witze waren Bestandteil des Theaterstückes "Wut", das wir, die katholische Religionsklasse 11b/c, gemeinsam mit unserem Lehrer Herrn Elser am 02.10.09 besucht haben.
Das Theaterstück basiert auf einem Film mit gleichem Titel, den wir schon im letzten Schuljahr im Unterricht angeschaut und behandelt hatten. Erzählt wird die Geschichte von Felix, der von seinem türkisch-stämmigen Mitschüler Can "abgezogen", das heißt erpresst wird. Das Stück beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Problem der Integration in Deutschland. Für den Zuschauer wird im Stück dargelegt, wie schwierig es ist, sich als Migrant in die deutsche Gesellschaft einzugliedern. Das Stück begeistert dadurch, dass Can von mehreren Personen gleichzeitig gespielt wird, die allesamt Jugendliche mit Migrationshintergrund sind. Sie erzählen ihre Geschichten und liefern damit eine Erklärung dafür, warum der Hass auf die Deutschen oft so groß ist. Die Deutschen werden im Theaterstück von Felix’ Familie verkörpert, die für Can und den Zuschauer auf den ersten Blick perfekt wirkt, doch im Laufe des Stückes wird deutlich, wie auch die Familie mit ihren Problemen nicht fertig wird. Die Eltern führen eine offene Beziehung, und Felix leidet darunter, dass er nicht den nötigen Zusammenhalt und die nötige Zuneigung verspürt. Durch das Theaterstück wird einem vor Augen geführt, wie präsent das Problem der Integration tatsächlich ist. Dadurch, dass ein Großteil des Stückes im Zuschauerraum spielt, spürt man die Spannung und Aggressivität noch deutlicher. Wir waren alle sehr begeistert, da es eine vollkommen neue und andere Art des Theaters war, und nicht selten hielten wir den Atem an, da vollkommen unerwartete Dinge passierten. Auch die, die den Film nicht gesehen hatten, waren hinterher sehr beeindruckt. Das Theaterstück ist sehr zu empfehlen, da es durch kraftvolle Aussage und authentische Darsteller davor bewahrt, die Augen vor dem Problem zu verschließen. Wir danken Herrn Elser, dass er es uns möglich gemacht hat, an solch einem Erlebnis teilzunehmen.

Ana Makoter (11b) und Katharina Riehle (11c)

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(Foto: Staatstheater Stuttgart)

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