Vor 81 Jahre wurde das Konzentrationslager Dachau von Einheiten der US-Armee befreit. Über 30.000 Häftlinge unterschiedlichster Herkunft und Nationalität durften wieder Menschen sein – nicht nur Nummern.
Doch die amerikanischen Soldaten waren geschockt: halb verhungerte, ausgemergelte, oft auch kranke menschliche Kreaturen standen (oder lagen) da vor ihnen! Das war die Realität der Konzentrationslager…
Heute sind wir mehr als 80 Jahre weiter. Aber sind wir das auch wirklich? Haben wir aus unserer Geschichte gelernt? Könnte so etwas tatsächlich nicht noch einmal passieren?
Nachdem unsere Klassen 9 dieses geschichtliche Thema intensiv im Unterricht behandelt hatten, machten sich die Gruppen der 9a, 9b und 9c in Begleitung von Herrn Wilking, Frau Kirsch und Herrn Binder am 26. Februar 2026 auf den Weg nach Dachau, um das ehemalige Konzentrationslager zu besichtigen. Hier hatten wir jeweils kompetente Führungen des Dachauer Forum durch die Gedenkstätte, wobei es einiges zu entdecken und zu erfahren gab: die Unterkunftsbaracken der Häftlinge, das Verwaltungsgebäude, den Block mit den Einzelzellen für sogenannte „Sonderhäftlinge“, die Zaunanlagen mit Elektrodraht rund um das Gelände, den Bereich mit Krematorium und Gaskammer. Die Tatsache, dass Menschen hier zu Nummern wurden; die Erkenntnis, dass viele verschiedene Gruppen der damaligen Gesellschaft verfolgt, inhaftiert, als Zwangsarbeiter ausgebeutet und gequält wurden; die Tatsache, dass manche Opfergruppen viele Jahrzehnte dafür kämpfen mussten, überhaupt als Opfer anerkannt zu werden.
Und wie reagierten viele Deutsche nach 1945? Sie wollten angeblich von all dem nichts (oder nur wenig) gewusst haben…
Geschichte ist wichtig! Und nein, wir sind für all das, was von 1933 bis 1945 in Deutschland geschehen ist, nicht verantwortlich. Aber wir können wissen, wir können verstehen, und wir können uns dafür einsetzen, dass sich so etwas nicht wiederholen kann!

